SmartRegio

Workshop „Von Geodaten zu regionalem Wissen“ – SmartRegio lädt ein

Am 7. September veranstaltet SmartRegio einen Workshop unter dem Titel „Von Geodaten zu regionalem Wissen“ zu dem wir Sie herzlich einladen. Dazu gehen wir zunächst darauf ein, was Geodaten ausmacht und wie sie klassisch genutzt werden. Anschließend gehen wir auf weitere Potentiale und speziell auf die Erkenntnisse und Ergebnisse des SmartRegio-Projekts ein. In SmartRegio dient die Erhebung und Auswertung großer Datenmengen dazu, raumbezogene Entwicklungen zu erkennen. Beispiele sind etwa Verhaltensmuster, demographische Unterschiede und die Reaktion auf gesellschaftliche oder technologische Trends in verschiedenen Stadtteilen. Mittels dieser können sich Unternehmen, Städte und Gemeinden besser auf die lokale Bevölkerung einstellen. Die Grenze zieht der Datenschutz. Social Media, aber auch Kundendaten sind (oftmals) personenbezogen und somit geschützt. Aber auch aus unkritischen Daten mit Orts- und Zeitbezug können Personen identifiziert werden, wenn diese gemeinsam verarbeitet werden. Diese Grenze ist zu beachten.

„Location Intelligence“ für die kleinen

In SmartRegio wurde gemeinsam mit den Stadtwerken und der Stadtverwaltung Kaiserslautern untersucht, wie sich räumliche Datenanalyse einfach, günstig und flexibel nutzen lässt. Große Unternehmen setzen „Location Intelligence“ bereits ein, aber sie ist aufwendig und teuer. Die modulare SmartRegio-Plattform wertet Geo- und Massendaten in Verbindung mit den Geschäftsdaten der Anwender zeit- und raumbezogen aus. Und sie ist kostengünstig, so dass sie auch für kleine Unternehmen (KMU) sowie Städte und Gemeinden bezahlbar wird. Speziell widmete sich SmartRegio technischen Fragen zur räumlichen Datenanalyse („Spatial Data Analytics“) sowie Datensicherheit, Datenschutz, rechtlichen Aspekten und Geschäftsmodellen der Geodatenverarbeitung. Bei der Umsetzung kamen aktuelle Methoden und Tools rund um Big-Data- und Geodatenverarbeitung zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise Talend Open Studio, Elasticsearch, Camunda, Spark, CKAN sowie Kibana und einige Eigenentwicklungen für Social-Media-Analyse und Visualisierungen.

Zwei zusätzliche Gastvorträge

Neben den beteiligten Partnern erwarten wir zum Workshop mit großer Spannung zwei Gastvorträge. Professor Till Nagel von der Hochschule Mannheim wird Techniken zur Darstellung von Geodaten vorstellen. Gemeinsam mit seinen Studierenden und Mitarbeitern erzeugt er eindrucksvolle Bilder vom Puls der Städte, wenn sich Tausende oder gar Millionen Menschen in die Zentren und wieder nach Hause bewegen. Der zweite Vortrag von Eike Richter von der Senatskanzlei der Stadt Hamburg behandelt die Digitalisierung. Dort werden derzeit die Weichen auf Zukunft gestellt. Dabei stellen sich viele spannende rechtliche Fragen. Wem „gehören“ Daten. Wer darf sie nutzen und wozu? Und wer trägt die Verantwortung, wenn eine Stadt aus Daten Entscheidungen ableitet. Darf sie das überhaupt? Die kostenlose Veranstaltung „Von Geodaten zu regionalem Wissen“ findet am 7. September 2017 am DFKI in Kaiserslautern statt. Um Anmeldung per E-Mail an smartregio@disy.net wird gebeten.

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