SmartRegio

Big Data und Smart Data in der universitären juristischen Ausbildung

Smart Dlogo_goethe-uniata Technologien – wie sie auch in SmartRegio entwickelt und erforscht werden – stellen insbesondere auch das Recht vor neue Herausforderungen. So müssen etwa neben urheber-, wettbewerbs-, vertrags- und haftungsrechtlichen Fragen auch datenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt und erfüllt werden. Dabei erwächst augenblicklich dem Datenschutzrecht eine besondere Aufmerksamkeit, da die bisher geltenden nationalen Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) nur noch bis Anfang 2018 Gültigkeit beanspruchen. Die ab dem 25. Mai 2018 geltende Europäische Datenschutzgrundverodnung wird das bisherige Recht in weiten Teilen verdrängen. Gleichwohl verbleibt den Mitgliedstaaten in einzelnen Teilen weiterhin ein gewisser Spielraum für eigene Regelungen (sogenannte Öffnungsklauseln, die insbesondere den öffentlichen Bereich betreffen).

Im Rahmen des Seminars „Die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung“ am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informationsrecht, Umweltrecht und Verwaltungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main beschäftigen sich Jurastudentinnen und -studenten u.a. auch mit rechtlichen Fragestellungen rund um das Thema Big Data / Smart Data. So gibt es etwa Themen zur allgemeinen datenschutzrechtlichen Zulässigkeit von Big Data Anwendungen und zu Big Data Anwendungen und dem Grundsatz der Zweckbindung. Damit werden bereits frühzeitig aktuelle Themen, die an der Schnittstelle zwischen Technik und Recht angesiedelt sind, in die universitäre Ausbildung mit einbezogen. Juristinnen und Juristen werden zeitig geschult, sich auch mit technischen Sachverhalten und deren datenschutzrechtlicher Bewertung auseinanderzusetzen. Gewonnene Erkenntnisse aus Smart Regio können so unmittelbare in die universitäre Ausbildung einfließen.

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